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Das Fotobuch der Dolomiten

Die schönsten Aufnahmen unserer Touren in den Dolomiten gesammelt in einem Fotobuch.

Das Fotobuch der Dolomiten – Drei Zinnen

Unser Fotobuch der Dolomiten, ist in der wahrscheinlich für Reiseagenturen wie Holimites, schwierigsten Zeit überhaupt entstanden. Im Dezember 2020 haben wir voller Begeisterung und Vorfreude auf den Beginn der Wintersaison gewartet! Bald wurde uns aber klar, dass die Wintersaison nicht starten wird. Unsere Hoffnung erlosch langsam, wie die Flamme eines Teelichtes.
Große Enttäuschung machte sich breit, denn wir setzen all unser Herzblut und unsere Leidenschaft in die Planung und Umsetzung unserer Touren. Wir lieben es, unsere Gäste zu Empfangen, sie Willkommen zu heißen und teil unserer Holimites-Familie fühlen zu lassen.

Es blieb uns leider nichts anderes übrig, als die Leere und die viele Zeit sinnvoll zu nutzen. Wir stürzten uns also auf die Planung und Umsetzung neuer Projekte, welche wir schon lange im Hinterkopf hatten.
Eines dieser Projekte, war die Erstellung des Holimites Reisekatalogs 2022 (ja ganz genau, wir planen unsere Touren immer schon mindestens 1 Jahr im Voraus.

Bei der Erstellung eines Katalogs, ist die Auswahl der Bilder eine der wichtigsten Aufgaben. Da wir genügend Zeit hatten, nutzten wir die Gelegenheit, um unser Fotoarchiv aufzuräumen.

Also hieß es: Ärmel aufkrempeln und sich durch das Archiv von über 20 Jahren Fotos zu schlagen.
Die Mehrzahl dieser Bilder, wurde während unserer geführten Touren auf den Dolomiten geschossen. Dank unserer Wander- und Bergführer, Fotografen, Gäste und Freunde verfügen wir über ein sehr wertvolles Archiv, mit geradezu bombastischen Fotos.

Je mehr wir uns mit dieser Aufgabe auseinander setzten, desto mehr wurde uns klar, dass diese wunderschönen Fotos, in einem „einfachen Katalog“ nicht so gut zur Geltung kämen.
Also haben wir beschlossen, diesmal keinen Katalog an sich zu gestalten, sondern ein ganz besonderes FOTOBUCH über die Dolomiten.

Zusammenfassend:

4 Monate Arbeit
27.000 Fotos im Archiv
98 ausgewählte Fotos

Aktivurlaub in den Dolomiten

Wie kamen wir auf die Idee, ein Fotobuch zu erstellen?

Die Fotos, die wir in unserem Archiv gefunden haben, sind sehr unterschiedlich: einige von ihnen sind professionell und mit geschultem Auge entstanden, andere sind spontan oder erinnern uns an besondere Erlebnisse. Wir wollten unseren Schnappschüssen eine besondere Bedeutung geben und haben beschlossen, die schönsten und originellsten in diesem Fotobuch zu sammeln.

Mit diesem Buch, welches für uns auch eine Zusammenfassung der ersten 20 Jahre von Holimites ist, wollen wir alle Liebhaber der Dolomiten erreichen.
Es kann eine Erinnerung für diejenigen sein, die die Dolomiten bereits kennenlernen durften, sowie ein Anreiz für diejenigen, die sie noch erkundigen möchten, oder einfach nur ein Buch für Träumer, Genießer und Liebhaber der schönen Dinge.

Möchtest auch du die Bilder unseres Fotobuchs entdecken?

Wir schicken dir gerne ein Exemplar des Fotobuchs nach Hause, damit auch du (vielleicht nur vorerst) von zu Hause aus in die Welt dieser faszinierenden Berge, die Dolomiten, tauchen kannst.
pssst, es ist KOSTENLOS
Jetzt bestellen: www.holimites.com/shop

Wir Ladiner

Wer sind diese Ladiner? Wir werden es euch in einer ehrlichen Art und Weise erzählen.

Leider hat sich die Situation auch nach einem Jahr keinesfalls verändert. Heute wie vor einem Jahr sind wir in unseren vier Wänden nahezu eingesperrt. Seit Monaten ist von nichts anderes mehr die Rede: Coronavirus. Habt ihr auch die Nase voll, jedesmal über das Selbe zu diskutieren?
Es gibt doch so viele interessante Themen, über die man reden könnte.
Genau das werden wir heute tun: wir erzählen dir von uns, von uns LADINER. Wie wir so ticken, über unsere Gewohnheiten, Ecken und Kanten, über unsere Bräuche, Traditionen und über unsere besondere Sprache.
Na, Lust? Also los, lass uns starten!

Wir beginnen damit dir von der Herkunft unserer Sprache zu erzählen. Ja genau, du hast richtig gelesen: es ist eine Sprache und kein Dialekt. Wir Ladiner sind sehr stolz darauf und nehmen es dir fast übel, wenn du Ladinisch als Dialekt bezeichnest. 😉

Ladinisch ist eine rätoromanische Sprache, stammend von der selben Familie wie Italienisch, Französisch oder Spanisch. Sie entfaltet sich im ersten Jahrhundert n.C. aus der Begegnung zwischen dem Latein der römischen Eroberer und den einheimischen Sprachen der rätischen und keltischen Stämme. Die zwei Sprachen haben sich vermischt, „et voilà“, die ladinische Sprache ist entstanden.
Selbstverständlich war die Sprache damals etwas anders als jene heutzutage, aber eine „lebende“ Sprache entwickelt sich ständig weiter. Das Interessante daran: die ladinische Sprache wurde dank ihrer Lage beibehalten. Oder besser gesagt: die engen Täler, oft von Bergen umgeben, erschwerten die Fortbewegung. Es hab so gut wie keine Möglichkeit, sich mit anderen Bevölkerungen und Kulturen zu vermischen.

Die ladinische Flagge.

Es gibt ca. 30.000 Ladiner, die sich auf 5 Tälern rund um die Sellagruppe verteilen (Gadertal, Grödnertal, Fassatal, Livinallongo, Ampezzo).

Jedes Tal hat sein eigenes Idiom. Manchmal können Wörter von einem Tal zum anderen völlig unterschiedlich sein, aber unter Ladinern versteht man sich trotzdem. 😉
Das Ladinische wurde auch in der Schweiz im Kanton „Grijuns“ und im Friaul beibehalten.

Oft wird uns die Frage gestellt, ob wir untereinander Ladinisch sprechen. Ja klar! Mit der Familie und unter Freunden, bei der Arbeit und wo auch immer es uns möglich ist. Wir sprechen, denken und träumen auf Ladinisch.
In der Schule ist es etwas anders, da wir ein gleichberechtigtes System haben, d.h. die Hälfte des Unterrichts findet auf Italienisch und die andere Hälfte auf Deutsch statt. Ladinisch wird als Fach angesehen und wird zwei Stunden pro Woche unterrichtet.

Weißt du, was uns Ladinern am meisten Spaß macht? Den Leuten zuzuhören, wenn sie über uns lästern und davon überzeugt sind, dass wir sie nicht verstehen. Dann fangen wir an, auf Italienisch oder Deutsch zu sprechen. Spätestens dann wird ihnen klar, dass wir jedes Wort verstanden haben. Das ist ein Spaß!

Aber wie sind die Ladiner eigentlich?

Nun, wir sind ein eher introvertiertes und distanziertes Volk. Unserer Meinung nach, haben wir uns im Laufe der Zeit schon etwas verbessert. Aber im Allgemeinen sind wir zurückhaltend und zeigen nur sehr selten Gefühle. Das heißt aber nicht, dass wir nicht nett, freundlich, liebevoll und lustig sein können.
Früher waren wir Bauern, heute sind wir Hüttenwirte, Hoteliers, Schneekatzen-Fahrer, Liftangestellte, Handwerker und so weiter und so fort. Seit jeher sind wir ein Arbeitervolk.
Wir wachsen mehrsprachig auf: wir sprechen Ladinisch, Italienisch, Deutsch und die meisten von uns auch Englisch. Wir können viele Sprachen, aber leider keine zu 100% und wenn Du aufmerksam zuhörst, wirst Du manchmal seltsame Wörter bemerken, die Du wahrscheinlich noch nie gehört hast. Nun, es wird eines dieser „ladinisierten“ Wörter sein, oft bringen wir unseren Wortschatz etwas durcheinander. 😅
Die Berge und die Natur liegen uns am Herzen und wir sind sehr Heimatverbunden.

Wir betrachten uns nicht immer als Italiener, (ganz sicher nicht aus Bosheit), aber einfach weil wir uns etwas anders fühlen, da wir uns in unseren Gewohnheiten, Traditionen, Kulturen und natürlich in unserer Sprache unterscheiden. Österreicher sind wir auch nicht, einfach „nur“ Ladiner.

Knödel, „Tutres“ (frittierte Teigtaschen, gefüllt mit Spinat oder Sauerkraut), „Cajincì arestis“ (frittierte Kartoffel-Krapfen gefüllt mit Spinat oder Mohn ), „Cajincì t’ega“ (Schlutzkrapfen) sind unsere Lieblingsspeisen. Kurz gesagt, die typische ladinische Hausmannskost!
Natürlich lieben wir auch Pizza, Spaghetti und Wienerschnitzel. 😋
Na, hast du Lust bekommen eine ladinische Speise zu kosten? Kein Problem, hier findest du das Video und Rezept um „Cajincí arestis“ nachzukochen. Sag uns Bescheid, wie sie dir geschmeckt haben, wir sind neugierig!
Keine Panik, sollte etwas schief gegangen sein. Mit unserem Paket „Der Geschmack der Natur“ geben wir dir die Möglichkeit ladinische Köstlichkeiten zu genießen und bringen dir bei sie nachzukochen.

Außerdem spielen wir gerne Karten, genauer gesagt „Batadù„, aber auch „Mao Mao“, zwei Südtiroler Spiele, die wir hier nicht erklären werden, ansonsten würden wir nie fertig werden.

Bei Dorffesten (Kirchtag) und Bauernbällen tragen wir gerne Dirndl oder Lederhose. Zu religiösen Anlässen tragen wir unsere Tracht.
Bei Dorffesten ist es Tradition und Brauch, „Crafuns“ zu machen, eine Art frittiertes Brot.
Zu Ostern holen die Männer bei den Mädchen welches sie umwerben möchten. Ostereier ab. Die Anzahl der geschenkten Eier hat jeweils eine andere Bedeutung. Auch dies ist ein ladinischer Brauch. 😊

Das Dirndl

Naja, da gäbe es noch einiges über uns Ladiner zu erzählen, aber vielleicht langweilen wir dich? Wie wäre es, wenn wir dir bei deinem nächsten Urlaub in den Dolomiten mehr erzählen?

Wir freuen uns schon darauf! 😁

Die Wiederentdeckung unserer Heimat: die Dolomiten

Während dieser Monate des Semi-Lockdowns haben wir uns in den Dolomiten herumgetrieben und neue Ecken und Leidenschaften entdeckt.

Wir durften in dieser Zeit, die Dolomiten ganz neu für uns entdecken.

Wir Ladiner sind Arbeitsleute, die dank des Tourismus (vor allem des Wintertourismus) leben. Wir hätten uns im Leben nie vorstellen können, eines Tages friedlich am Tisch sitzen zu können und gemeinsam, mit unserer Familie, Weihnachten und Neujahr zu feiern. Unvorstellbar!
Dennoch war es dieses Jahr genau so. Dennoch müssen wir zugeben, dass sich in der Tragik des Ganzen, auch einige Lichtstrahlen und Vorteile heraus gefiltert haben.

Natürlich wäre es uns lieber gewesen, euch bei uns zu haben, arbeiten zu können und unser tägliches Brot zu verdienen. Da uns aber die Hände gebunden sind, haben wir die Gelegenheit genutzt und haben das Beste daraus gemacht. Denn schließlich müssen wir optimistisch bleiben und uns bemühen, ein kleines Licht am Ende dieses endlosen Tunnels zu sehen. Was wäre sonst der Sinn von all dem?

Wir möchten Euch erzählen, wie wir von Holimites, diese Monate des Wartens (auf die Öffnung der Skilifte und auf den Beginn der Wintersaison), verbracht haben.

Mädchen mit blauer Jacke sitzt im Schnee mit ihren Armen und Beinen in der Luft in den Dolomiten

Eine Sache war dieses Jahr besonders: jeder von uns, konnte Weihnachten mit der eigenen Familie verbringen. Etwas, das es schon seit Jahren nicht mehr gab. Hier bei uns arbeiten so gut wie alle in der Tourismusbranche, oder haben ein Familienmitglied, der zu Heiligabend keinen „Urlaub“ bekommt. Es war ein einfaches, aber herzliches Weihnachtsfest, ein Beisammensein in aller Ruhe und Gelassenheit. Für viele war es sicherlich das Schönste und ein ersehntes Geschenk.

Die Natur hat uns einen Traumwinter beschert, mit vielen Schneefällen, die unsere Täler und Berge in Weiß gehüllt haben. Vielen Sonnentage, welche uns die Möglichkeit gegeben haben, unsere freien Tage zu nutzen, um schöne Wanderungen, Schneeschuh- Wanderungen oder Skitouren in den Dolomiten zu unternehmen. Wir duften unsere Heimat in vollen Zügen genießen, wie wir es noch nie zuvor getan haben, und haben die unendliche Schönheit dieser Berge während eines Tages im Freien, ohne den Gedanken, wieder zur Arbeit eilen zu müssen, neu entdeckt.
Wir sind neue Wege gegangen und haben dabei neue Ecken und Leidenschaften entdeckt.

Astrid und ihr Mann gönnten sich die Zeit mit ihren Töchtern, gingen mit ihnen Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren, bauten einen Schneemann und backten Plätzchen.

Marina, die das Skitouren gehen liebt, hielt keine Sekunde inne, sie nutzte jede Gelegenheit, um eine Tour zu machen und genoss jede Kurve im Schnee.

Mädchen auf Skiern fährt einen Tiefschneehang in den Dolomiten hinunter
Marina genießt jede einzelne Kurve im Neuschnee

Nadine hat das Vergnügen, nach einem harten Aufstieg mit dem Brett auf dem Rücken durch den Neuschnee zu surfen, wiederentdeckt.

Susi hat die Zeit genutzt, um unzählige Touren auf Langlaufskiern und andere auf Tourenskiern zu unternehmen.

Mädchen auf Skiern auf einer Piste im Tiefschnee in den Dolomiten
Susi umgeben von den schneebedeckten Dolomiten

Wir können uns richtig glücklich schätzen in diesem Paradies, den Dolomiten, leben zu dürfen. Natürlich ist uns bewusst, dass viele Menschen nicht so viel Glück haben. Genau deswegen freuen wir uns darauf, euch wieder in den Dolomiten begrüßen zu dürfen und euch eine sorgenlose Zeit inmitten der Natur anbieten zu dürfen.

Nun sind wir zurück im Büro und konzentrieren uns bereits auf den Sommer. Wir haben neue Pauschalangebote zusammengestellt. Das Ziel dieses Urlaubs sollte ein Moment des Aufatmens von all dem Chaos, in dem wir uns befinden, sein.

Voller Zuversicht hoffen wir euch bald wieder in den Dolomiten begrüßen und euch Augenblicke der Unbeschwertheit und Freude schenken zu dürfen.

Letztendlich ist dies genau das, was uns glücklich macht –
unsere Berge mit euch zu teilen.

Gravel auf den Dolomiten: #YOLOmites5000 – die „Fünfte“

So viele Zufälle mit der Nummer 5:

  • 5. Ausgabe von #YOLOmites5000
  • 5000 Meter Höhenunterschied
  • 5. September 2020

und was fehlt noch? Ein Soundtrack für dieses Abenteuer auf den Dolomiten! Da müssen wir nicht lange überlegen 😉 denn die 5. Sinfonie von Beethoven ist der „Sinfonie“ dieser Route mit ihrem Höhenunterschied wie aufs Leib geschneidert (ta da da daaaaaaaaaaa):

5. Sinfonie von Beethoven

Die Höhen und Tiefen dieser Sinfonie unterstreichen die Emotionen und die Gefühle, welche man während dieser 125 Km Radtour auf Nebenstraßen der Val Badia erlebt. Die Tour schlängelt sich über Schotterwege und durch abgelegene Bauernhöfe und ladinische Dörfer.

Erster Satz: Allegro con brio

Wir beginnen mit „Allegro con brio“ … also mit viel Freude und Elan! So soll es bei einem „Gruppenstart“ auch sein. Man wartet in der Kälte und sehnt sich endlich losradeln zu können. Endlich ist es soweit: der Adrenalin-Stoß ist in diesem Moment eine große Hilfe, den ersten Aufstieg von 20% bravourös zu meistern.

#YOLOmites5000 der Reste Aufstieg der Tour
Nach nur 100 Metern vom Start enfernt: der erste Aufstieg 20%

Der „Allegro con brio“ dauert ca. 25 Km, bis wir die charakteristische Kirche „Santa Berbura“ in Wengen erreichen.

Kirche Santa Berbura - Wengen
„Santa Berbura“ Kirche

Ein inniger Moment: kurz durchschnaufen bevor es weiter geht.

Zweiter Satz: Andante con moto

Keine Sorge, keiner von uns hatte Unterstützung eines „Motors“ – hier war nur geballte Muskelkraft im Spiel. Der „Brio“ ist nicht mehr vorhanden, dieser lässt jetzt dem „andante“ seinen Platz. Es ist Zeit etwas zurückzufahren und Energie zu sparen, wenn man bis zum Ende durchhalten will.

Die Gruppe versucht von diesem Punkt an, einen homogenen Rhythmus beizubehalten, mit dem einzigen Ziel, das wohlverdiente Mittagessen zu erreichen.

Spinatknödel
Die ladinischen Kholenhydrate: Spinatknödel

Dritter Satz: Allegro?

Allegro bedeutet auf Italienisch „fröhlich“. Vielleicht etwas irreführend, da dieser Satz wortwörtlich an die Substanz geht. Die Radfahrer treten Zick Zack 20% nach oben, es hat fast den Anschein sie seien von einem Dirigentenstab geführt.

Dies ist der Moment wo einige von uns ans Aufgeben denken…ich nehme eine Abkürzung! Doch die atemberaubende Landschaft bringt einen wieder auf positivere Gedanken und gibt einem die Kraft durch zubeisen. Der Gruppenzwang (im positiven Sinne) hilft einem das Ziel zu erreichen.

Gravel auf den Dolomiten

Vierter Satz: Allegro!

Jemand könnte meinen, dass der letzte Satz von der Rückkehr am Sartpunkt karakterisiert sei. Das ist bei #YOLOmites5000 aber nicht der Fall. Der „Allegro“ beginnt mit der letzten Hürde des Tages. Nach den errungenen 4300 Meter Höhenunterschied der bereits befahrten Kilometer, ist Aufgeben für dich keine Option mehr. Du sammelst die letzten Kräfte, die dir noch übrig bleiben und dank deiner Sportskameraden erklingt deine Motivation in den höchsten Tönen. Und endlich geht es bergab, du schaust dich herum und zwischen einem „wer hat mir das angetan“ und „nie wieder“ weißt du bereits, dass du wiederkommen wirst.


Das Konzert geht zu Ende und mit gutem Gefühl geht es ab nach Hause. Ein unvergessliches Erlebnis, welches irgendwann alle wieder auf den Schotterstraßen der Dolomiten vereinen wird.

Gravel auf den Dolomiten
#YOLOmites5000 das Finale

Programm:

Trekking von Hütte zu Hütte: diese 5 Dinge können nicht fehlen

Du planst ein Trekking von Hütte zu Hütte und bist du auf der Suche nach einer Packliste, mit den üblichen Dingen die in deinem Rucksack nicht fehlen können?
Leider wirst du dann hier nicht fündig. In diesem Artikel geht es nicht um materielle Dinge, sondern um 5 Dinge: Werte und Einstellungen die während eines Trekkings von Hütte zu Hütte, unserer Meinung nicht fehlen können.

Gesunder Menschenverstand

Der gesunde Menschenverstand wird als Vorstellung eines „Normalverstandes“ und eines natürlichen und durchschnittlichen Urteilsvermögens beschrieben. (Wikipedia)

Der gesunde Menschenverstand sollte bereits während der Planung der Reise verwendet werden. Stelle dir die Frage, ob deine körperliche Verfassung dem vorgeschlagenen Programm gerecht wird. Bitte habe während der Tour keine Hemmungen, Einheimische um Rat zu bitten. Einheimische wissen oft am Besten wie gewisse Touren, Wege oder Wettervorhersagen zu handhaben sind.
Keine App kann dir das Wettertreiben von Morgens bis Abends so gut vorhersagen, wie zum Beispiel der Bauer der gerade beim Mähen ist.

Bart Simpson erinnert Homer, wo man das Gehirn einfügt.
Gesunder Menschenverstand

Die Planung eines Trekkings von Hütte zu Hütte ist bereits für uns, die direkt an der Quelle leben, im Herzen der Dolomiten, oft schon eine Herausforderung. Alle möglichen Faktoren müssen berücksichtigt werden und übereinstimmen. Wir können uns kaum vorstellen, was für Zeitaufwand es sein muss, für einen Gast solch eine Tour zu planen. Falls du zu den „Do-it-yourself“ Menschen gehörst, raten wir dir sehr flexibel zu sein und dich an alle Situationen und Programmänderungen anzupassen. Flexibel bezüglich des Wetters: in den Bergen kann es sich schlagartig ändern und dich zwingen deine Planungen, Buchungen und unzählige Stunden Arbeit auf den Kopf zu stellen.

Du musst dich anpassen: in einer Berghütte ist so gut wie unmöglich jede Nacht in einem privaten Zimmer zu übernachten. Stelle dich darauf ein in Schlafräumen mit mehreren Menschen und Etagenbetten zu schlafen (aus diesem Grund empfehlen wir immer Ohrenstöpsel dabei zu haben und eine Schlafmaske für jene die nur schlafen können, wenn es stockdunkel ist). Versteife dich nicht auf eine bestimmte Ernährungsweise oder Diät. In den Schutzhütten musst dich anpassen und essen was auf dem Tisch kommt. Viele Schutzhütten sind nur schwer zu erreichen, die Lebensmittelversorgung ist aus diesem Grund oft eine große Herausforderung.

Da wir bereits von Schutzhütten sprechen: bitte beschwere dich nicht, wenn du während der Wanderung von Hütte zu Hütte nicht mit einer Billion Megabyte pro Sekunde im Internet surfen kannst. Viele Schutzhütten haben kein WiFi und wenn doch ist dies nur sehr langsam.

Aus einer wahren Begebenheit:

Der Kunde erreicht die Schutzhütte und bestellt ein belegtes Brot.
Nach dem ersten Bissen sagt er zum Hüttenwirt: „Hast du nicht das heutige Brot?“
Der Wirt antwortet: „Wenn du das Brot von heute essen möchtest, musst du morgen kommen.“
Marge Simpson hat schlaflose Nächte da Homer schnarchen tut. Auch in Schutzhütten kann es vorkommen schlecht zu schlafen
Schlaflose Nächte

Respekt

Man könnte den Respekt auch dem Paragraph des gesunden Menschenverstandes hinzufügen, aber wir sind der Meinung, dass so ein wichtiger Punkt seinen eigenen Paragraphen braucht.
Der Respekt beginnt bereits mit der Begrüßung anderer Menschen auf den Wegen der Dolomiten. Ein „GUTEN MORGEN“ beim Treffen anderer Wanderer, oder ein „DANKE“ wenn jemand zur Seite geht und dich vorbei lässt, sind unserer Meinung schon fast ein Muss. Auch weil man oft die gleichen Menschen in den Schutzhütten wiederfindet und schöne Bekanntschaften entstehen könnten.

Erwarte dir in den Schutzhütten nicht die gleiche Flexibilität wie in einem Hotel. In den Schutzhütten müssen bestimmte Uhrzeiten eingehalten werden. Wenn es um 19:00 Uhr Abendessen gibt, sollte man pünktlich sein und die Zeitvorgabe respektieren.

Wir möchten hier auch noch einen anderen Punkt ansprechen, den wir während unserer Trekkings von Hütte zu Hütte hin und wieder erleben müssen. Es geht um den Respekt der Lebensmittel und dessen Verschwendung. In vielen Schutzhütten ist das Einkaufen und Liefern der Ware ein großer Aufwand. Einige haben es etwas leichter mit der Lieferung, denn sie kommen mit einem Geländewagen bis vor die Tür. Andere müssen jedoch mit Schwebebahnen oder sogar mit den Hubschrauber beliefert werden. Man sollte nicht Unmengen an Essen bestellen um sie nur zu kosten und dann nicht aufzuessen. Sogar den Kindern wird beigebracht, dass der Teller leer sein muss bevor man etwas neues bestellen kann.

Ein weiterer Punkt ist der Respekt der Natur. Hier sollte man sich ein Beispiel an so manch Hundebesitzer nehmen. Wenn man einmal muss, dann muss man…aber man sollte hier nicht einfach ein Papiertaschentuch verwenden um das „Geschäft“ zu bedecken. Die beste Lösung wäre es aufzuheben und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Hier könnte man eine Diskussion über Plastiktüten starten…aber da alles Natur ist, empfehlen wir einige Stücke Toilettenpapier bei der Hand zu haben. Bitte verwende keine Papiertücher, diese werden immer widerstandsfähiger produziert und sind nur sehr schwer biologisch abbaubar. Die Reihenfolge ist wie folgt:

  • erledige dein Geschäft in einem abgeschiedenen Ort
  • abwischen
  • bedecke und lege einen Stein drauf damit der Wind das Toilettenpapier nicht verbläst. Am besten du verwendest gleich ein schönes großes Blatt statt Toilettenpapier.
Respekt macht das Leben deutlich schöner.

Bewusstsein

Sei dir während des Trekking von Hütte zu Hütte in jeder Situation bewusst, was du gerade tust. Bewusst deiner Entscheidungen aber auch Bewusst der Schönheit die dich umgibt. Vergesse nie die Einzigartigkeit der Landschaft wahrzunehmen, zu fotografieren und vielleicht auch auf Instagram zu posten.

Vergesse für einen kurzen Moment die Zahlen, die Kilometer die noch vor dir liegen und den Höhenunterschied der noch zu erklimmen ist. Schau dich umher und frage dich: „was mache ich hier eigentlich?“. Lebe diesen unglaublichen Moment und dieses Abenteuer. Wie einst Goethe sagte:

Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler

Was mache ich hier eigentlich?
Was mache ich hier eigentlich?

Gute Laune

Eine ordentliche Dosis gute Laune gehört doch im Urlaub dazu, oder? Klar, es gibt auch im Urlaub „schlechte Tage“. Es kann passieren, dass schmerzende Füße, Muskelkater oder schlechtes Wetter auf das Gemüt schlagen. Aber man sollte doch immer das Positive sehen. Dies ist um einiges einfacher, wenn man in einer Gruppe verreist und nicht alleine, oder sogar mit einem lokalen Experten der das Beste aus einem raus holen kann.

Glücklicher Homer Simpson, Hände nach oben und yuhuuu

Kleiner Bonus für diejenigen die sich an einem Trekking von Hütte zu Hütte anschließen:

Gute (aber auch keine) Gesangsfähigkeit 🎤
Unsere Guides suchen nicht den neuen Superstar, sondern Menschen die keine Probleme haben über den eigenen Schatten zu springen und ein paar Wanderlieder zu trällern.

There are good trekkers and great singers … it's hard to be both 😉

Gepostet von Holimites.com am Montag, 5. September 2016