Trekking von Hütte zu Hütte: diese 5 Dinge können nicht fehlen

Du planst ein Trekking von Hütte zu Hütte und bist du auf der Suche nach einer Packliste, mit den üblichen Dingen die in deinem Rucksack nicht fehlen können?
Leider wirst du dann hier nicht fündig. In diesem Artikel geht es nicht um materielle Dinge, sondern um 5 Dinge: Werte und Einstellungen die während eines Trekkings von Hütte zu Hütte, unserer Meinung nicht fehlen können.

Gesunder Menschenverstand

Der gesunde Menschenverstand wird als Vorstellung eines „Normalverstandes“ und eines natürlichen und durchschnittlichen Urteilsvermögens beschrieben. (Wikipedia)

Der gesunde Menschenverstand sollte bereits während der Planung der Reise verwendet werden. Stelle dir die Frage, ob deine körperliche Verfassung dem vorgeschlagenen Programm gerecht wird. Bitte habe während der Tour keine Hemmungen, Einheimische um Rat zu bitten. Einheimische wissen oft am Besten wie gewisse Touren, Wege oder Wettervorhersagen zu handhaben sind.
Keine App kann dir das Wettertreiben von Morgens bis Abends so gut vorhersagen, wie zum Beispiel der Bauer der gerade beim Mähen ist.

Bart Simpson erinnert Homer, wo man das Gehirn einfügt.
Gesunder Menschenverstand

Die Planung eines Trekkings von Hütte zu Hütte ist bereits für uns, die direkt an der Quelle leben, im Herzen der Dolomiten, oft schon eine Herausforderung. Alle möglichen Faktoren müssen berücksichtigt werden und übereinstimmen. Wir können uns kaum vorstellen, was für Zeitaufwand es sein muss, für einen Gast solch eine Tour zu planen. Falls du zu den „Do-it-yourself“ Menschen gehörst, raten wir dir sehr flexibel zu sein und dich an alle Situationen und Programmänderungen anzupassen. Flexibel bezüglich des Wetters: in den Bergen kann es sich schlagartig ändern und dich zwingen deine Planungen, Buchungen und unzählige Stunden Arbeit auf den Kopf zu stellen.

Du musst dich anpassen: in einer Berghütte ist so gut wie unmöglich jede Nacht in einem privaten Zimmer zu übernachten. Stelle dich darauf ein in Schlafräumen mit mehreren Menschen und Etagenbetten zu schlafen (aus diesem Grund empfehlen wir immer Ohrenstöpsel dabei zu haben und eine Schlafmaske für jene die nur schlafen können, wenn es stockdunkel ist). Versteife dich nicht auf eine bestimmte Ernährungsweise oder Diät. In den Schutzhütten musst dich anpassen und essen was auf dem Tisch kommt. Viele Schutzhütten sind nur schwer zu erreichen, die Lebensmittelversorgung ist aus diesem Grund oft eine große Herausforderung.

Da wir bereits von Schutzhütten sprechen: bitte beschwere dich nicht, wenn du während der Wanderung von Hütte zu Hütte nicht mit einer Billion Megabyte pro Sekunde im Internet surfen kannst. Viele Schutzhütten haben kein WiFi und wenn doch ist dies nur sehr langsam.

Aus einer wahren Begebenheit:

Der Kunde erreicht die Schutzhütte und bestellt ein belegtes Brot.
Nach dem ersten Bissen sagt er zum Hüttenwirt: „Hast du nicht das heutige Brot?“
Der Wirt antwortet: „Wenn du das Brot von heute essen möchtest, musst du morgen kommen.“
Marge Simpson hat schlaflose Nächte da Homer schnarchen tut. Auch in Schutzhütten kann es vorkommen schlecht zu schlafen
Schlaflose Nächte

Respekt

Man könnte den Respekt auch dem Paragraph des gesunden Menschenverstandes hinzufügen, aber wir sind der Meinung, dass so ein wichtiger Punkt seinen eigenen Paragraphen braucht.
Der Respekt beginnt bereits mit der Begrüßung anderer Menschen auf den Wegen der Dolomiten. Ein „GUTEN MORGEN“ beim Treffen anderer Wanderer, oder ein „DANKE“ wenn jemand zur Seite geht und dich vorbei lässt, sind unserer Meinung schon fast ein Muss. Auch weil man oft die gleichen Menschen in den Schutzhütten wiederfindet und schöne Bekanntschaften entstehen könnten.

Erwarte dir in den Schutzhütten nicht die gleiche Flexibilität wie in einem Hotel. In den Schutzhütten müssen bestimmte Uhrzeiten eingehalten werden. Wenn es um 19:00 Uhr Abendessen gibt, sollte man pünktlich sein und die Zeitvorgabe respektieren.

Wir möchten hier auch noch einen anderen Punkt ansprechen, den wir während unserer Trekkings von Hütte zu Hütte hin und wieder erleben müssen. Es geht um den Respekt der Lebensmittel und dessen Verschwendung. In vielen Schutzhütten ist das Einkaufen und Liefern der Ware ein großer Aufwand. Einige haben es etwas leichter mit der Lieferung, denn sie kommen mit einem Geländewagen bis vor die Tür. Andere müssen jedoch mit Schwebebahnen oder sogar mit den Hubschrauber beliefert werden. Man sollte nicht Unmengen an Essen bestellen um sie nur zu kosten und dann nicht aufzuessen. Sogar den Kindern wird beigebracht, dass der Teller leer sein muss bevor man etwas neues bestellen kann.

Ein weiterer Punkt ist der Respekt der Natur. Hier sollte man sich ein Beispiel an so manch Hundebesitzer nehmen. Wenn man einmal muss, dann muss man…aber man sollte hier nicht einfach ein Papiertaschentuch verwenden um das „Geschäft“ zu bedecken. Die beste Lösung wäre es aufzuheben und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Hier könnte man eine Diskussion über Plastiktüten starten…aber da alles Natur ist, empfehlen wir einige Stücke Toilettenpapier bei der Hand zu haben. Bitte verwende keine Papiertücher, diese werden immer widerstandsfähiger produziert und sind nur sehr schwer biologisch abbaubar. Die Reihenfolge ist wie folgt:

  • erledige dein Geschäft in einem abgeschiedenen Ort
  • abwischen
  • bedecke und lege einen Stein drauf damit der Wind das Toilettenpapier nicht verbläst. Am besten du verwendest gleich ein schönes großes Blatt statt Toilettenpapier.
Respekt macht das Leben deutlich schöner.

Bewusstsein

Sei dir während des Trekking von Hütte zu Hütte in jeder Situation bewusst, was du gerade tust. Bewusst deiner Entscheidungen aber auch Bewusst der Schönheit die dich umgibt. Vergesse nie die Einzigartigkeit der Landschaft wahrzunehmen, zu fotografieren und vielleicht auch auf Instagram zu posten.

Vergesse für einen kurzen Moment die Zahlen, die Kilometer die noch vor dir liegen und den Höhenunterschied der noch zu erklimmen ist. Schau dich umher und frage dich: „was mache ich hier eigentlich?“. Lebe diesen unglaublichen Moment und dieses Abenteuer. Wie einst Goethe sagte:

Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler

Was mache ich hier eigentlich?
Was mache ich hier eigentlich?

Gute Laune

Eine ordentliche Dosis gute Laune gehört doch im Urlaub dazu, oder? Klar, es gibt auch im Urlaub „schlechte Tage“. Es kann passieren, dass schmerzende Füße, Muskelkater oder schlechtes Wetter auf das Gemüt schlagen. Aber man sollte doch immer das Positive sehen. Dies ist um einiges einfacher, wenn man in einer Gruppe verreist und nicht alleine, oder sogar mit einem lokalen Experten der das Beste aus einem raus holen kann.

Glücklicher Homer Simpson, Hände nach oben und yuhuuu

Kleiner Bonus für diejenigen die sich an einem Trekking von Hütte zu Hütte anschließen:

Gute (aber auch keine) Gesangsfähigkeit 🎤
Unsere Guides suchen nicht den neuen Superstar, sondern Menschen die keine Probleme haben über den eigenen Schatten zu springen und ein paar Wanderlieder zu trällern.

There are good trekkers and great singers … it's hard to be both 😉

Gepostet von Holimites.com am Montag, 5. September 2016

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