Höhenweg #1 der Dolomiten: unser Reisetagebuch

Pragser Wildsee Start des Höhenweges #1 der Dolomiten
Pragser Wildsee

Sobald in den Dolomiten die Hotels und Berghütten wieder geöffnet haben, haben Wanderer, Radfahrer und Bergliebhaber die Gelegenheit genützt um die Natur zu genießen. Eine ausgezeichnete Möglichkeit den Höhenweg #1 zu entdecken. ☀️

Unser Höhenweg #1 der Dolomiten

Endlich konnte auch Holimites in die Sommersaison starten! Vor einigen Tagen ist unsere Trekking Tour auf dem Höhenweg #1 der Dolomiten gestartet. Unsere Mitarbeiter sowie auch unsere Kunden waren überglücklich endlich wieder das Gebirge in vollen Zügen zu genießen. Was gibt es Besseres als dies während einer Trekking Tour von Schutzhütte zu Schutzhütte zu tun? ⛰
Auf Grund der aktuellen Situation (COVID-19) wurde die Gruppe etwas kleiner gehalten als gewöhnlich, aber dies war absolut kein Grund uns die Freude zu nehmen.

Sprung in die Luft auf den Höhenweg #1 der Dolomiten
Die Wander-Gruppe auf dem Höhenweg #1 der Dolomiten

10. Juli – 08:00 Uhr – 1. Etappe

Abfahrt von Badia mit unserem Kleinbus in Richtung Start des Höhenweges #1 der Dolomiten: der Pragser Wildsee. Die Sonne scheint uns die Vorfreude auf die bevorstehende Tour ist groß. Nach einigen tollen Fotos des Pragser Wildsees beginnen wir die Wanderung in Richtung Sora Forno Joch, welches zum Sennes Hochplateau führt.

11. Juli – 2. Etappe

Regen ist nur Konfetti vom Himmel Höhenweg #1 der Dolomiten
„Regen ist nur Konfetti vom Himmel“

Nach einer erholsamen Nacht in der Schutzhütte, erwachen wir am Morgen und….auweh es regnet! Dies hält uns aber nicht auf. Zum Glück ist die heutige Etappe nicht so lang und wir erreichen bereits gegen Mittag die Schutzhütte im Herzen des Fanes Naturparks.
Hier ist die Begegnung mit den Murmeltieren keine Seltenheit. Das Reich von Fanes ist bekannt für seine Legenden und Mythen: https://www.holimites.com/de/die-dolomiten-entdecken/dolomiten-001

12. Juli – 3. Etappe

Die dritte Etappe bringt uns durch die Fanes Alm, wo wir die besonderen Felsformationen bewundern können. Aus Sicherheitsgründen wurde der Weg zur Forcella del Lago gesperrt, aus diesem Grund macht der Höhenweg #1 einen kleinen Umweg. Unser Vorteil: jetzt geht es an der Berghütte Scotoni vorbei, welche für ihre ausgezeichneten Grillteller bekannt ist. Unsere Mittagspause hier ist ein Muss. Sobald wir unser Ziel erreicht haben, Lagazuoi (2.835 m) erwartet uns ein atemberaubender Sonnenuntergang. Eine Explosion an Farben: der Himmel und die Berge färben sich rosa (Enrosadira).

13. Juli – 4. Etappe

Die Luft ist frisch und kühl, die Sonne tut sich noch etwas schwer die Wolkenbank zu durchbrechen. Schlussendlich lässt sie sich aber blicken. Wir lassen den Lagazuoi hinter uns und der Weg führt uns durch Schutzgräben des Ersten Weltkrieges zu den Cinque Torri. Dieses Gebiet war die Front des Gebirgskrieges zwischen Österreich-Ungarn und Italien im Ersten Weltkrieg. Während der Wanderung kann man noch einige Relikte der Kämpfe zwischen den Soldaten ausfindig machen.

14. Juli – 5. Etappe

Heute erwartet uns eine etwas längere Etappe. Wir freuen uns bereits auf den heutigen Tag: desto länger die Etappe, desto mehrere Dinge gibt es zu entdecken. Vom Averau geht es bis zum Giau Pass. Es geht am Fuße der Lastoi di Formin und Becco di Mezzodì Mauern vorbei bis wir den Staulanza Pass erreicht haben. Der Ausblick auf die Dolomiten ist atemberaubend: auf der einen Seite auf den Monte Pelmo und auf der anderen Seite auf den Monte Civetta.
In der Schutzhütte erwartet uns eine Überraschung: Wellness! Hier können wir während eines Saunagangs so richtig abschalten und Kraft für die nächsten 4 Etappen tanken.

Coldai See Höhenweg #1 der Dolomiten
Coldai See

15. Juli – 6. Etappe

Vom Passo Staulanza geht es in Richtung des Coldai Sees. Hier stecken wir unsere Füße ins klare Bergwasser (2172 m) zur Abkühlung. Es geht weiter in Richtung der Forcella di Col Rean und wir erreichen die Schutzhütte. Auf wen stoßen wir hier? Auf den Hirten mit seiner Herde von über 1000 Schafen. Dieser lässt über den gesamten Sommer hunderte von Kilometern hinter sich. Er erzählt : „es ist eine harte Arbeit, aber die Liebe zur Natur und zu den Tieren erleichtert diese um einiges“.

Ein Lamm trink Milch bei seiner Mutter
Ein kleines Lamm mit Mutterschaf

16. Juli – 7. Etappe

Der Ausblick heute Morgen lässt uns sprachlos. Die imposanten Mauern des Civetta ragen in den Himmel und auf der anderen Seite der Felsvorsprung über 1.300m in Richtung Alleghe See. Heute überqueren wir die Zoldo Dolomiten und gehen bis zum Passo Duran, am Fuße der Maiozza.

17. Juli – 8. Etappe

Es geht Richtung Süden und wir stellen fest, dass die Landschaft immer urwüchsiger wird. Eines der Highlights dieser Etappe ist die Vielfalt der Blumen und Gräser. Die Natur ist ein Geschenk! Die Schutzhütte Pian de Fontana ist ein rustikaler aber sehr einladender Ort. Die Einfachheit und die Gastfreundschaft übermitteln uns das Gefühl „angekommen zu sein“.

18. Juli – 9. Etappe

Heute steht die letzte Etappe des Höhenweges #1 der Dolomiten auf dem Programm. Es erwarten uns 1.640m Höhenunterschied abwärts. Wir starten früh am Morgen, um die heißesten Stunden zu vermeiden. Nach einer kurzen Pause am Rif. F. Bianchet geht es weiter bis nach La Pissa. Geschafft! Müde aber zufrieden beenden wir unsere Wanderung. Mit den Holimites Van geht es wieder zurück nach Badia.

Trekking auf dem Höhenweg #1 der Dolomiten
Trekking auf dem Höhenweg #1 der Dolomitem

Eine traumhafte Tour auf den Höhenweg #1 der Dolomiten ist zu Ende. Während dieser Tour sind wir nicht nur gewandert, sondern wir haben die Natur auf eine ganz besondere Art und Weise kennengelernt. Die Natur gibt dir die Möglichkeit dem Alltag zu entfliehen und neue Energie zu tanken. Wie eins Nietsche sagte:

In der Natur fühlen wir uns so wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.

Trotz der durch CoronaVirus verursachten Einschränkungen haben wir jetzt die Gewissheit, dass wir unsere geliebte Arbeit noch ausführen können.
Wir sind stolz, immer daran geglaubt zu haben und niemals den Kopf hängen gelassen haben!

Blumenpracht auf den Bergen

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