Archiv der Kategorie: Corporate

Dolomiten, alles was wir lieben!

Trail Running Tour auf den Dolomiten
💚 #alleswaswirlieben

Der Covid-19 Notstand bringt auch in den Dolomiten jede Menge Ungewissheiten und Unsicherheiten mit sich. Hier in Südtirol hat seit einigen Tagen die Phase 2 begonnen. Was das konkret heißen soll, ist auch diesmal eine großes Fragezeichen.

Schritt für Schritt bekommen wir unsere Freiheiten zurück. Unternehmen und Geschäfte können ihre Tore öffnen und das soziale Leben kommt langsam wieder ins Rollen. Bars und Restaurants (sowie auch Friseure und Schönheitssalons) müssen sich jedoch noch einige Wochen gedulden. Und wie schaut es mit den Berghütten und Hotels aus? Derzeit steht die Antwort zu dieser Frage noch aus, aber es wird daran gearbeitet!

Wir von Holimites möchten diesen Neubeginn als Chance sehen und das Beste daraus machen. Wenn Plan A nicht umsetzbar ist, dann greifen wir auf Plan B zurück. Wenn uns auch hier Steine in den Weg gelegt werden gibt es immer noch weitere 24 Buchstaben im Alphabet.

Eines ist sicher: die Welt nach Covid-19 wird nicht mehr die gleiche sein. Dieser Gedanke ist irgendwie beängstigend, da der Mensch ein Gewohnheitstier ist.

Qualität vor Quantität → die Dolomiten bieten viel Raum

Aussicht auf die Schönheit der Dolomiten genießen
Die Dolomiten bieten viel Raum

Mehr brauchen wir und unsere Gäste nicht! Hier in den Bergen haben wir das große Glück nicht unter Platzmangel zu leiden. Überfüllte Straßen und Räumlichkeiten und somit Probleme mit Sicherheitsabständen sind in den Dolomiten Fehlanzeige.
Dennoch sind wir uns bewusst, dass die bevorstehende Sommer Saison außergewöhnlich wird. Aber Außergewöhnlich soll nicht schlechter bedeuten, sondern einfach nur anders.
Jeder einzelne Gast sollte geschätzt werden. Dies ist in kleinen familiären Betrieben wie die unseren schon lange ein Leitfaden. Es soll nicht einfach „der Gast vom Zimmer 111“ sein, sondern Frau Müller oder Familie Bauer…am Ende des Urlaubes vielleicht sogar schon Maria, Paul und Sofie.

Es ist an der Zeit, die kleinen Dinge zu schätzen!

Sehen wir den kommenden Sommer als etwas ganz besonderes, etwas einmaliges. Lassen wir uns die Gelassenheit und die Freude am Urlaub in den Dolomiten nicht nehmen. Es geht im Grunde nur darum, den Dingen eine andere Wertschätzung zu geben.

Legen wir den Fokus auf drei einfache Punkte

Auf die Abenteuerlust und die Spontanität. Wir alle wissen, dass die schönsten Dinge einfach passieren. Lassen wir uns doch einfach kurz „fallen“ und leben Tag für Tag. Planen wir nicht immer alles im Voraus und lassen den Tag einfach auf uns zukommen.

Mädchen befüllt ihre Trinkflasche direkt von der Quelle
Das beste Trinkwasser direkt aus der Quelle

Auf die Nachhaltigkeit: erhöhen wir unsere Lebensqualität. Achten wir doch ganz bewusst auf die Qualität der Dinge. Gehen wir schonend und respektvoll mit unseren wertvollen Ressourcen um. Versuchen wir doch einfach, mehr für uns und mehr für die Natur an sich zu tun. Verzichten wir zum Beispiel auf verpackte Wasserflaschen. Das beste (und nachhaltigste) Wasser kommt in den Dolomiten direkt vom Wasserhahn.

Sonnenaufgang in den Dolomiten
Sein statt Schein

Auf die Authentizität und auf den Wunsch immer mehr in Richtung Sein statt Schein zu gehen. Legen wir doch einfach alle Karten auf den Tisch. Die Dolomiten sind einzigartig und wunderschön. Es liegt nur an uns Menschen sie so zu lieben wie sie wirklich sind. Versuchen wir nicht sie zu ändern, sie unseren Bedürfnissen anzupassen.

Lust herauszufinden wie wir diese 3 Punkte in den Dolomiten leben? Es gibt kein schöneres Abenteuer als eine Tour von Hütte zu Hütte auf den wunderschönen Dolomiten. Ganz nach dem Motto: „zurück zu den Wurzeln“.

Die Heilkraft der Dolomiten Kräuter

Fichten-Sirup: die heilende Kraft der Dolomiten Kräuter

Dolomiten Kräuter: der Fichten-Sirup ist ein traditionelles Naturheilmittel. Denn er hilft bei Erkältungen, Halsschmerzen und schleimigen Husten. Die Fichtensprossen können die Vermehrung von Bakterien eindämmen und somit die Atemwege von Schleim reinigen.
Die Treibspitzen der Fichte (Picea abies) enthalten ätherische Öle, Harze, Tannine und viel Vitamin C. Diese Eigenschaften machen die Fichtensprossen zu hervorragenden Ausgangsmaterial für selbst gemachte Naturheilmittel.

Die Wipfel werden in Frühling gepflückt, sobald die ersten sattgrünen Fichtensprossen auf den Bäumen zu erkennen sind. Diese werden am besten bei zunehmenden Mond gepflückt, weil die Kraft während dieser Mondphase in den Ästen und Nadeln der Dolomiten Kräuter steckt.

Sattgrüne Fichtensprossen im Frühling. Dolomiten Kräuter
Fichtensprossen: es ist Zeit zu ernten

Rezept

  • 200g Fichtensprossen
  • 400g Rohrzucker
  • großes Einmachglas

Die Fichtensprossen etwas abwaschen und abtropfen lassen. Im Einmachglas abwechselnd die Fichtenwipfel und den Zucker schichten. Die Sprossenschichten sollten somit knapp doppelt so hoch sein wie die Zuckerschichten. Die letzte Schicht sollte aus Zucker bestehen und sollte etwas dicker sein als die anderen Schichten.
Das Einmachglas verschließen und an einen sonnigen Ort stellen. Sobald die Fichtensprossen braun sind und der Sirup sich abgesetzt hat ist er bereit (dauert ca. 3-4 Wochen).
Den Sirup jetzt durch ein Sieb filtern und abfüllen. Den fertigen Sirup kühl und dunkel lagern. Im Fichten-Sirup bleiben die wertvollen ätherischen Öle und Vitamine gut erhalten und können so im Herbst/Winter verabreicht werden.

Einmachglas mit Zuckerschichten und Fichtensprossenschichten. Dolomiten Kräuter
Eine Schicht Zucker, eine Schicht Fichtensprossen

Einnahmeempfehlung: 3 bis 4 mal täglich 1 EL

Variante:
Statt Zucker kann auch Honig verwendet werden.
Dem Fichten-Sirup kann man zum Beispiel auch Himmelschlüssel oder Thymian hinzufügen. Die Blüten sollen die Fichte unterstützen, die Lungen bei einer Erkältung zu heilen.

Während der Tour „Der Geschmack der Natur“ geht man auf Entdeckungsreise der Dolomiten Kräuter und lernt viele gesunde und leckere Zubereitungsarten kennen.

Der neue Arbeitslook von Holimites

38. Tag der Ausgangssperre #ichbleibezuhause.
33. Tag des „Smart Working“, wobei sich das intelligente Arbeiten in ein Jonglieren zwischen Arbeit, Kinder, Hausaufgaben und Haushalt entpuppt hat.

Derzeit befinden wir uns in einer surrealen Situation, es hat oft den Anschein in einer parallelen Welt zu leben. Der Bildschirm immer im Blick, Kühlschrank und Speisekammer zur Hand und ein Verbot sich im Freien körperlich (wie wir es gewöhnt sind) betätigen zu können. Es fühlt sich fast schon so an, als wären wir die Passagiere des Axiom Raumschiffs im Film Wall-E (siehe hier).

Passagiere während einer gemütlichen Fahrt im Axion Raumschiff
Passagiere des Axiom Raumschiffes im Film Wall-E

Wer weiß, sobald die Ausgangssperre aufgehoben wird, werden wir uns wie Kühe fühlen, die nach einem langen Winter wieder auf die Weide gelassen werden. Voller Glück und voller Energie werden wir Glückssprünge machen:

Aber bevor auch wir wieder Glückssprünge im Freien machen können, versuchen wir unsere Arbeit in den eigenen vier Wänden so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Aus diesem Grund freuen wir uns, euch das neue BCA (Bett-Couch-Arbeit) Outfit vorzustellen. Ein Pyjama nicht nur fürs Bett, sondern auch für das Arbeiten von zu Hause…und warum nicht auch fürs Yoga?

Derzeit gibt es nur eine begrenzte Stückzahl, aber wir suchen (ernsthaft) eine Firma welche für uns diese Pyjamas herstellen könnte. Wir sind uns sicher, dieses Stück hat Potential!

Igor

Ladinische Ostertradition in den Dolomiten

Wir nehmen dich auf eine Reise durch die ladinische Ostertradition der Dolomiten

Eine ladinische Ostertradition und ein sehr beliebter Brauch, ist das „Pecken“, in Ladinisch „la cufada“. Dabei nimmt man die hartgekochten Eier in die Hand und „peckt“ aufeinander . Man beginnt abwechselnd und schlägt jeweils die Spitzen und Hintern der Eier aufeinander. Nachdem die Spitze kaputt ist, wird mit dem Hintern gepeckt. Gewonnen hat der, mit dem stärksten Ei. Somit erhält der Sieger das Ei des Gegners als Siegestrophäe.

Kinder "pecken" mit Ostereiern. Ladinische Ostertradition
Ladinische Ostertradition: la cufada

Wir haben dich zu unserer „CUFADA“ am Ostersonntag mitgenommen.
Schau dir das Video an und Tippe welches Ei das stärkste war…


🐣 Gründonnerstag: an diesem Tag färbt man traditionell die Eier. Häufig wird die ursprüngliche Methode mit natürlichen Materialien angewendet. Es werden Zwiebelschalen, frische Blätter, Blumen und Kräuter verwendet.

🐣 Ostersonntag: ein geschmückter Korb mit Schinken, gefärbten Ostereiern, Kren und Gebäck wird zur Segnung in die Kirche gebracht.

🐣 Ostermontag: am Josefstag (19.März) bestellen die Männer die Ostereier bei den Mädchen, welches sie umwerben möchten. Die Männer holen diese Eier am Ostermontag ab. Das Mädchen entscheidet wie viele Eier sie den Männern schenken will. Die Anzahl der geschenkten Eier hat jeweils eine andere Bedeutung: als Ostergeschenk bekommen alle Männer 2 Eier, 4 Eier bedeuten eine klare Abfuhr und 6 Eier werden für den Auserwählten bereitgehalten. 

Frohe Ostern wünscht das Holimites Team 🐰

Mehr über die Geschichte und Kultur der Dolomitenladiner

Die Ausgangssperre aus meiner Sicht

Das gefühlte “Leben am Limit” in den Dolomiten

Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen: ich heiße Astrid und arbeite bereits seid über 8 Jahren bei Holimites. Anfangs als Vollzeit-Teammitglied und seid der Geburt meiner ersten Tochter nur noch als Halbtagskraft. Meine Rolle im Holimites Team ist jene, alles unter Kontrolle zu haben. Arbeitsabläufe zu koordinieren, den Chefs etwas Arbeit abzunehmen und meinen Kolleginnen unter die Arme zu greifen. Ganz nach dem Motto: Alles und Nichts!

In diesem Blog-Beitrag geht es nicht um Zahlen, Fakten und medizinische Blickwinkel.
Es geht einfach nur darum, dass ich meine Gedanken und meinen Alltag während dieser außerordentlichen Situation mit euch teilen möchte.

Der Ausnahmezustand:

Für mich hat er am 23. Februar 2020 begonnen. Bis zu diesem Tag war das Coronavirus eher ein Geschehen aus den Nachrichten. Klar, Teile Norditaliens waren bereits stark betroffen, aber hier in den Dolomiten hat man von den vielen Schutzmaßnahmen nur sehr wenig mitbekommen. Die Wintersaison war im vollem Gange und man hatte nur wenig Zeit sich um andere Dinge Gedanken zu machen.
Ende Februar hat dieses Virus meinen ganzen Alltag auf den Kopf gestellt: Kita zu, Kindergarten zu + Hochsaison. Mehr muss ich glaube ich nicht dazu sagen 🙂

Anfang März kam dann alles Schlag auf Schlag: Kindergärten und Schulen wurden geschlossen, Veranstaltungen wurden abgesagt, Öffnungszeiten in Bars und Restaurants wurden reduziert usw. Alles machte nur geringfügigen Sinn, da in unseren Tälern noch massenweise Touristen in den Hotels und auf den Skipisten ein und ausgingen. Aber auch dieser Tag ließ nicht lange auf sich warten: alle Hotels mussten ihre Gäste nach Hause schicken, die Liftanlagen schlossen von einem Tag auf dem anderen und das Szenario welches wir bisher nur von den Nachbarprovinzen kannten wurde auch hier in den Dolomiten (und in ganz Italien) zur Realität.

Im Moment befinden wir uns ca. seit 2 Wochen in Ausgangssperre und langsam schaffe ich es meinen Alltag so zu gestalten, dass er für alle Familienmitglieder einigermaßen zufriedenstellend ist. Ich schreibe ganz bewusst „einigermaßen“, denn es gibt immer noch zahlreiche Momente wo mich der Lagerkoller überkommt.

Versteht mich nicht falsch…ich liebe meine Kinder über alles und ich möchte sie auf keinen Fall mehr missen. Aber ich gehöre nicht zu den Müttern die vollkommen erfüllt sind, sobald sie sich um Hof & Haus kümmern können. Ich bin ein Arbeitsmensch: ich liebe es ins Büro zu gehen und meiner Arbeit am PC nachzugehen. Die Auszeit vom „Mami sein“ bringt Balance in mein Leben. Und gerade diese Balance geht mir während dieser Ausgangssperre am meisten ab.

Home office: Arbeite von Zuhause
Home Office während der Ausgangssperre

Meine Gedanken kreisen im Moment viel um die Arbeit und wie Holimites diese Situation rein wirtschaftlich am Besten überstehen kann. Buchungsanfragen sind im Moment Mangelwahre. Stattdessen ist unser Postfach voller Fragen bezüglich Storno und Rücktrittsbedingungen. Keine leichte Zeit für Reiseveranstalter!

Dankbarkeit

Ich weiß: es ist jammern auf hohem Niveau! Ich bin mir bewusst, dass ich mich glücklich schätzen kann. Meine Arbeitgeber sind zum Glück sehr rücksichtsvoll! Ich kann mir die Arbeitszeit selbst einteilen und ich arbeite im Moment von zu Hause aus während meine Kinder schlafen. Die restliche Zeit verbringe ich mit den Kleinen im Garten oder im Haus. Ich habe unser großes Haus mit Garten erst während dieser Ausgangssperre so richtig zu schätzen gelernt.

Aber das Allerwichtigste: alle Menschen die mir lieb sind, sind gesund…eine Tatsache die absolut nicht selbstverständlich ist. <3

Mal schauen wie es weiter geht. Aber eines ist sicher: ich werde den Blick immer nach Vorne richten, auch wenn kein nahes Ende in Sicht ist.

Astrid